-->
   
 
  Almabtrieb
 
Passend zum Almabtrieb wollten auch wir unseren Saisonabschluß am Sonntag, den 4.10., erfahren. Schon am Vorabend kamen meinen Mitstreitern erste Zweifel auf, dabei sollte am Sonntag das Wetter schon wieder besser werden . Aber sie blieben dabei: Sturm, Regen-schauer, herbstliche Temperaturen - all das schreckte sie dann ab.
Also fuhr ich alleine!
Was heißt hier alleine - natürlich nur bis zum Start. Viele andere Radler ließen sich den Tag nicht so schnell vermiesen. So traf ich auch Fahrer aus unserer "Betriebssportgruppe". Schnell fanden sich die Radler zu Grüppchen zusammen, keiner wollte unter diesen widrigen Bedingungen wohl alleine die Strecke durchstehen. Es gab natürlich Ausnahmen, so trafen wir unterwegs Knuth, der eisern sein Tempo durchhielt. Auch Rolf Titel wollte sich uns nicht anschließen und zog die Distanz ganz nach Randonneurmanier solo durch. Alle Achtung! Beim ersten Kontrollpunkt traf ich sogar Jutta vom PSV.
Wie wohl auch schon im letzten Jahr zierte die Strecke von Pannen heimgesuchter Fahrer. Mich traf es leider auch - kurz nach der ersten Kontrolle . Meine Teamkollegen warteten nicht nur auf mich, sondern sie faßten auch mit an, so daß wir in Rekordzeit weiter konnten. In Kirchkampskaten stand dann plötzlich ein Hund vor meinem Rad. Durch meinen Brems-versuch kam ich ins Schleudern, also Bremsen los und darauf zu halten. Mein Unterschenkel kollidierte mit seiner Schnauze. Oh, war die hart! Aber ich blieb auf dem Rad. Ich wollte mich noch nach dem Tier umsehen, doch nachfolgende Fahrer von St.Pauli riefen mir dann schon zu, dass er noch steht. In ihren "Kuhfleckentrikots" wirkten sie gut getarnt: grau in grau - wie das Wetter! Spätestens nach dem dritten Schauer war ich dann auch durchnäßt. Obwohl so einige es bei der 75km-Distanz beliesen, haben wir die 110er durchgehalten.
Verdienter Weise genehmigten wir uns zum Abschluß Kaffee und Kuchen oder je nach Geschmack 'ne warme Gulaschsuppe.