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  Berichte 2010
 

Anradeln
 
Passend zum Frühlingsanfang hörte der Regen um 09.00 Uhr, unsere vereinbarte Startzeit am Sonntag, den 21.03.2010, auf. So trudelten auch einige Freunde des Radsports am vereinbarten Treffpunkt ein. Erfreulich war die Beteiligung mit 11 Fahrern: Jens, Peter M., Peter K., Kai, Kirsten, Kristine sowie meine Wenigkeit vom PSV. Gerald von Endspurt Hamburg brachte noch 2 Freunde mit: Burkhard und Helle. Zu guter Letzt war auch mit Marc der TSV Neustadt vertreten.
Unser Ziel war Boltenhagen: Für ein leckeres Fischbrötchen ist uns doch kein Weg zu weit! Bei noch nassen Straßen bewegte sich der Tross über Gothendorf, Kesdorf, Pönitz Richtung Ostsee nach Scharbeutz, weiter entlang der Ostseeküste nach Travemünde. Aufgrund günstiger Winde und zunehmend trockener Straßen erreichten wir nach 1h15min. das erste Etappenziel. Leider waren die Straßen und Radwege teilweise noch in schlechtem Zustand, so dass Kirsten einen Platten beklagen musste. Dank mannschaftlichen Zupackens wurde das Problem behoben und wir gelangten schnell zur Fähre, um uns auf den Priwall übersetzen zu lassen.

 
Nach einer kleinen Runde auf der Halbinsel verabschiedete sich die Hälfte der Gruppe aus verschiedenen Gründen wie familiäre Verpflichtungen oder mangelnde Frühjahrsform um den Rückweg anzutreten.
Der Rest ließ sich weiter vom Wind durch die frühlingshafte mecklenburgische Landschaft treiben. Ortschaften wie Pötenitz, Harkensee, Kalkhorst, Klütz, die zu diversen Ortseingangssprints einluden, wechselten sich mit einzelnen Bauernhöfen und vom Schnee befreiten Feldern ab. Den Sprint zum Ortseingang Boltenhagen konnte Marc für sich entscheiden. Nun hatten schon alle mächtigen Hunger und bei strahlendem Sonnenschein genossen wir unser Fischbrötchen je nach Geschmack mit Matjes oder Seelachs. Marc entschied sich sogar für eine Riesenbratwurst. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Rückweg, der noch einmal alles aus uns herausholen sollte:
Wir starteten auf dem Osteseeküstenradweg, der so einige Barrieren parat hielt. So durchstampfen wir zu Fuß noch hartnäckige Schneewehen, die immer noch der Sonne trotzen, auch versperrten uns vom Sturm umgestürzte Bäume den Weg.


Über Hafthagen, Steinbeck, Elmenhorn und Brook trafen wir dann auf unsere Route vom Hinweg, der wir bis zum Priwall wieder folgten. Die Sprints zu den Ortseingangsschildern wurden nur noch von Marc und Helle bestritten. Der Wind, der uns auf dem Hinweg noch unterstützte, wurde langsam zu Qual. Helle übernahm fast über die gesamt Distanz die Führungsarbeit an der Spitze. Sie war in Topform! Gerald und ich hatten unsere Mühe. Jede Bodenwelle zeigte offen unsere Schwäche. Die Promenaden an der Ostseeküste waren mit Sonnenhungrigen überfüllt, so dass das Tempo gedrosselt wurde. Welch ein Segen! Wir erholten uns ein wenig. Um Marc noch in Richtung Heimat zu begleiten, fuhren wir bis Haffkrug, um ihn über Övelgönne dann in Roge zu verabschieden.
Der Wind drehte auf Nordwest und nahm an Stärke zu. Die sonst kaum spürbare Steigung bis Bujendorf gab mir mit dem Sturm den Rest. Am Ortseingangsschild von Eutin gab es keinen Sprint mehr, wir rollten bis zum Riemannhaus. Alles in allem war es eine tolle Tour (130km) mit frühlingshaftem Wetter in einer tollen Gruppe. Danke!