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  Harz
 

Ähnlich wie letztes Jahr nahmen wir uns für den Urlaub ein paar Radkilometer im Harz vor. Diesmal ließ ich das Mounti zu Haus’ und nahm das Rennrad mit. Marten, der wieder in den Bikepark wollte, und ich reisten am 03.08. gegen Mittag an. Kirsten nahm uns gleich in Anfang und bevor wir das Quartier bezogen, rollten wir uns schon mal ein. Leider spielte das Wetter nicht so mit, aber es konnte ja nur noch besser werden. Dennoch schafften wir knapp 60km incl. eines doch recht beachtlichen Anstiegs von Goslar zum Auerhahn. Diese 10km mit 3,9% Steigung und einer max. Steigung von 12% sollte später noch einmal eine Rolle spielen. Am Mittwoch kündigte sich Gerald an, den wir in Osterode treffen wollten. Wieder waren wir nach wenigen Kilometern durchnässt.
 
Nach einem heißen Kakao erkundigten wir jetzt zu dritt den Harz. Der Regen hatte aufgehört und es wurde mit gut 100km noch eine schöne trockene Runde, so dass wir die Abfahrt mit über 70km/h von Torfhaus nach Altenau richtig genießen konnten. Für den nächsten Tag verabredeten wir uns für den späten Vormittag. Es war trocken bei Temperaturen um die 20°. Gerald fuhr sein eigenes warm up und knackte die Maximalgeschwindigkeit vom Vortag: 79,8 km/h. Unter 1000hm lief inzwischen schon gar nichts mehr. Schließlich sind wir auch zum Berge fahren gekommen. Kirsten kürten wir zum Bergspezialisten. Wir hatten nichts dagegen zu setzen. Gegen Nachmittag setzte auch der für uns schon gewohnte Regen ein, der uns dann die Abfahrten aufgrund der sich bildenden Sturzbäche ziemlich erschwerte.
Wenn wir die Bergprinzessin in der Höhe nicht schaffen, steigern wir eben die Distanz!
So nahmen wir uns für Freitag die Königsetappe vor. Es sollte nach Thale gehen über verschiedene Anhöhen. Kirsten entschied sich lieber für einen Stadtbummel mit Frank. Darum erwartete ich nur Gerald am Morgen. Der Regen tat immer noch sein Bestes, uns kamen ernste Zweifel auf. Nach einer Kanne Kaffee rollten wir doch nicht sehr motiviert los. Der erste Anstieg zur Stieglitzecke über Dammhaus (Kategorie II) mit zwar nur 3,3km Länge aber immerhin 7,6% Steigung (max. 12%) holte schon alles aus mir heraus. Ich war klitschnass – innen und außen. Die Abfahrt nach Braunlage machte aus mir einen Eisklumpen. Während Gerald sich für den Wurmberg (Höhendifferenz: 379m, Länge: 4.740m, Steigung: 8,0%, Max.Steigung: 18%) entschied, versuchte ich mich im Restaurant zu trocknen und zu wärmen, was mir nur eingeschränkt gelang. Nach einer Stunde fuhren wir zusammen wieder weiter. Über Elend (2km mit 6,7%, max. 12%), Sorge und Hasselfelde hatten wir nun Thale im Visier. Ich will nicht alle Anstiege hier aufzählen, dieser ist hier noch zu erwähnen: Von Friedrichsbrunn ging es über den Hexentanzplatz nach Thale mit 8,1% und einer max.Steigung von 19%. Damit nicht genug. Gerald wollte unbedingt auch noch auf die Roßtrappe mit 9,1% und max.Steigung von 21%.
„Das ist nicht so lang, hier geht es direkt hoch.“ Danke! Inzwischen war es schon vier und wir mussten noch zurück. Über Rübeland fuhren wir Richtung Norden mit weniger Höhenmetern um ein wenig Zeit gut zu machen. In Ilsenburg war ich dann kaputt. Um mich zu motivieren?! kündige Gerald ein Bergzeitfahren zum Schluss an: Auerhahn!
Ich konnte einen 4 min. Vorsprung heraushandeln.
Er reichte leider nicht…
Mit 184km und 2420hm war ich dennoch zufrieden.
Gerald und Kirsten fuhren nach Hause, ich hatte das Wochenende noch vor mir. 

Der Samstag erfreute mich mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Das nutzte ich für die Fahrt auf den Brocken (1.138m). Die Höhendifferenz beträgt auf eine Länge von 14,7km 695m. Auch die Steigungen waren nicht zu verachten 4,7% (max. Steigung 17%).
Für den Sonntag ist jetzt nur noch ausrollen angesagt – oder? Die 5 min., die Gerald mir abgenommen hat auf dem Weg zum Auerhahn, nagen doch irgendwie. Also jetzt der 3.Versuch nach nur 80km Anlauf und es geht:
Ich war 5 min. schneller als 2 Tage zuvor!
Trotz der unfreundlichen Witterung haben mir die Tage im Harz sehr viel Spaß gemacht.

Dank allen Mitreisenden!