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  Rügen-Rund
 

   
                                    
       RSV “RÜGEN – RUND“ e.V.   

 

 

 

Pressemitteilung zur „RÜGEN – RUND“ 2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

die „RÜGEN – RUND“ 2010 ist nun Geschichte, über die alle Beteiligten noch lange reden werden.

Unter extremen Wetterbedingungen bei 7,5 Grad Celcius, Unmengen Wasser von oben und starken Wind gingen über 100 Radfahrer auf die Tour. Im Vorfeld hatte es aus Gründen der Sicherheit der Radsportler umfangreiche Absprachen mit der Polizei gegeben, in deren Ergebnis festgelegt wurde, die Teilnehmer auf die kurze Strecke von 125 Kilometern zu führen. Alles war sich Radfahrer nicht wünschen, hatten wir an Witterungsunbilden an diesem Tag im Dreierpack. Umso erstaunlicher war die gute Stimmung unter den angereisten Radsportlern, die mit viel Mut und guter Laune an den Start gingen.

Dank den Sicherheitsabsprachen mit der Polizei und den Führungsfahrzeugen wurde auch unter diesen widrigen Bedingungen ein hohes Maß an Sicherheit für die Startergruppen geschaffen. Unser Hauptziel war es, alle Radfahrer unfallfrei über den Kurs zu bringen. Das haben wir eindrucksvoll mit Hilfe der Polizei, den Kradfahrern, den ausgewiesenen Begleitfahrzeugen und den ständigen Verkehrsmeldungen über regionale Rundfunksender geschafft. Auch konnten wir auf der gesamten Tour eine bemerkenswerte Fährnis zwischen Kraft- und Radfahrern feststellen. Dafür gebührt allen unserer besonderer Dank. Wir konnten belegen, dass sich der Radsport auf der Strasse mit dem übrigen Straßenverkehr einander nicht ausschließen, sondern miteinander funktionieren kann.

Unsere von der dänischen Insel Bornholm angereisten Teilnehmer fanden diese Sicherheitspartnerschaft, insbesondere die mit der Polizei, als äußerst beeindruckend und bemerkenswert.

Auf der Insel Bornholm hält sich das Interesse der Polizei an großen Radsportveranstaltungen eher in Grenzen. Uns als Veranstalter hat dies positive Bewertung sehr gefreut, weil man im eigenen Land oft den Blick für Dinge verliert, die hier einfach da, aber im Ausland nicht immer selbstverständlich sind.

Unser Ziele, insbesondere den touristischen Wert der Fahrt  in den Vordergrund zu stellen, mussten wir auf Grund der Witterung etwas zurücknehmen. Die an den schönsten Punkten der Insel eingerichteten Depots, lagen im scharfen Nord - West Wind, und boten kaum Aussichten über unsere schöne Insel. Der sportliche Faktor der Rundfahrt, verbunden mit dem großen persönlichen Vorhaben des Einzelnen, dass Ziel in Binz zu erreichen, trat stark in den Vordergrund. Bei Pannen und eintretenden körperlichen Überbelastungen gab es eine ausgeprägte und wohltuende Hilfsbereitschaft unter den Fahrern.

Unsere fleißigen Helfer in den Depots leisteten bei der Versorgung der zum Teil unterkühlten Fahrer großartiges. Sie richteten die Radfahrer physisch und psychisch  wieder auf, obwohl sie selbst jämmerlich froren. Unsere Kradfahrer, die die Sportgruppen führten, mussten stundenlang, den Witterungsunbilden voll ausgesetzt,  auf ihren Fahrzeugen ausharren.

Mit dem auf den letzten 50 Kilometern einsetzenden Rückenwind verbesserte sich die Stimmung der Teilnehmer immer mehr. Als dann das Depot in Lietzow, der Hafen Mukran und Prora passiert waren, konnte nichts mehr schief gehen. Das Ziel in Sichtweite mobilisierte die letzten Kraftreserven. Am Ziel gab es dann die wirklich erkämpfte Medaille und eine Urkunde. Der Text auf der Urkunde, der eigentlich eher lustig erscheinen sollte, traf den besonders harten Charakter dieser Tour an diesem Tag voll auf den Kopf.

Wir vom RSV haben unfreiwillig den Beweis können, dass Radsport auf der Insel Rügen auch extrem sein kann. Man muss dazu nicht ins Gebirge fahren.

Mit Sicherheit wird die „Rügen – Rund“ 2010 als eines der härtesten Radsportveranstaltungen des noch jungen RSV in dessen Geschichte eingehen.

An dieser Stelle auch noch einmal einen großen Dank an alle sichtbaren und unsichtbaren Helfern dieser Tour, die sonst so gar nicht möglich gewesen wäre.    

Im Mai 2011 wird es die nächste Auflage der RÜGEN – RUND geben.

Die Tour 2010 ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die wir über die nächsten Jahre mit großer Intensität fortschreiben werden.

 

 

Herbert Trilk