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  Vätternrundan 2010
 

 
Eutiner meistern Vätternrundan 2010




 
Die Eutiner Jens Krause, Ekkehard Rossow, Peter Knuth, Peter Masannek, Peter Schultalbers, Kai Thiedeitz, Daniel Rychlikowski und Thomas Wittrock machten sich am Donnerstag, den 17.06.2010 auf den Weg nach Schweden. Nach 10-stündiger problemloser Fahrt über die Vogelfluglinie erreichte die Gruppe den Campingplatz Rảsnäs gegen 22:00 Uhr. Nach dem TV-gerechten Aufbau der Wagenburg und des Mannschaftszeltes wurde das gemein-schaftliche Sporterlebnis der besonderen Art bei untergehender schwedischer Mitternachtssonne mit geistigen Getränken mental vorbereitet.
 
Nach ausgiebigem Frühstück mit frischen Brötchen ging es am Freitagmorgen mit dem Rad ins Zentrum von Motala, wo die Startunterlagen in Empfang genommen wurden. Abgerundet wurde der Besuch des Radfahrermekkas durch die Besichtigung der evangelischen Stadtkirche und der Schleusenanlagen des Göta-Kanals. Natürlich durfte das landestypische „Kaffe og Bulla“ nicht fehlen.
Die obligatorische Fußballübertragung „Deutschland – Serbien“ auf der Großbildleinwand im Public Viewing Bereich der eigenen Wagenburg sorgte leider nicht für die erhoffte zusätzliche Motivation. Zwei nicht namentlich erwähnte Personen fielen vor dem Spiel durch das falsche Singen der deutschen Nationalhymne auf. Nach dem Spiel blieb Ihnen allerdings jeder Ton im Halse stecken. Den Schockzustand, verursacht durch das Fußballergebnis, mussten Jens und zwei der Peters durch Baden im eiskalten Vättern erfolgreich bekämpfen, um die Konzentration auf das bevorstehende Fahrradevent zu richten.
Der Abend wurde durch die obligatorische Nudelparty eingeläutet. Anschließend war jeder mit der Vorbereitung der Fahrräder und der Ausrüstung beschäftigt. Der Himmel über dem Vättern und der Wetterbericht für den nächsten Tag verhießen nichts Gutes. Dauerregen und Temperaturen in der Nacht um 7 Grad und am Tag bis zu 15 Grad. Gegen 21:30 Uhr gingen alle Protagonisten ins Bett, um noch einige Stunden zu schlafen. 

Wecken war um 1:30 Uhr angesagt und pünktlich mit dem Aufstehen fielen die ersten Regentropfen. Mit Anspannung und gehörigen Respekt vor 300 km Renndistanz und 1850 Höhenmetern ging es dann mit Licht im Halbdunkeln zum Startbereich. Gestartet wurde die ganze Nacht lang im Abstand von zwei Minuten in Gruppen von jeweils 70 Sportlern. Nur so ist es möglich, die ca. 21000 Radfahrer geordnet auf die Strecke zu schicken. Startzeit für die Eutiner 2:34 Uhr.
 Nach vier Stunden Dauerregen, Kälte und gehörigem Gegenwind, aber in einem Höllentempo, mit Licht und dichtem Gedränge erreichte man nach zwei Zwischenstopps an den eingerichteten Versorgungsdepots Jönköping.


 

Versorgung in Jönköping
Glück hatte Peter Masannek, der in einem Massensturz bei Kilometer 70 unverschuldet verwickelt war und außer Blessuren am Knie und an der Wade das Rennen fortsetzen konnte. Cool kommentierte er: „Für die nächsten 230 km reicht das noch.“


Nach 107 km ließen „Köttbullar och potatismos“ und die ersten vorsichtigen Sonnenstrahlen die Stimmung steigen, bevor die nächsten 100 km Richtung Norden in Angriff genommen wurden.


 

Über Fagerhult bei km 140 erreichten die Eutiner Hjo im Dauerregen, der Schnitt von 30 km/h konnte trotzdem gehalten werden. Die Nässe, die Kälte und ein schwerer Sturz eines schwedischen Fahrers drückte die Stimmung, die auch nicht durch die vorzügliche Lasagne, den Kaffee und der obligatorischen Bulla’s gesteigert werden konnte. Verabschiedet wurde die Gruppe in Hjo mit den Klängen von Clearance Clearwater Revival Band „How stop the rain“.
Dieser Wunsch wurde auf dem weiteren Weg nach Norden tatsächlich erhört und bei km 210 konnten in Karlsborg die Regenjacken, Arm- und Beinlinge abgelegt werden. Blảbærsuppa schmeckt bei Sonnenschein auch viel besser.

Über die schöne große Brücke in Hammarsundet mit Blick auf den nördlichen Vättern ging es dann Medevi zurück nach Motala, wo im Zentrum das Ziel wartete.
 


 

Nach 13 Stunden (10 Stunden Fahrzeit) waren die 300 km der Vätternrundan 2010 bewältigt und die Vätternpromenade in Motala erreicht. Ein perfekt organisiertes, eindrucksvolles Erlebnis durch die wunderschöne Natur des Vättern hatte ein erfolgreiches Ende gefunden.
Bei Wein und Bier und einem Barbecue wurde das Erlebnis mental verarbeitet. Morgendliches Baden im Vättern, ein gemeinsames Frühstück in der schwedischen Sommersonne und eine problemlose Rückfahrt rundeten ein tolles verlängertes Wochenende ab.